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Das perfekte Hemd – dein Guide beim Hemdenkauf

Mai 14, 2020 Unkategorisiert

Das perfekte Hemd – dein Guide beim Hemdenkauf

Das Hemd als zweite Haut ist ein Kleidungsstück, das bei keinem Mann im Schrank fehlen darf. Im Durchschnitt besitzt ein deutscher Mann 16 Stück davon. Im folgenden Hemden-Guide findest du alle Tipps für den Kauf für das perfekte Hemd und was du dabei beachten solltest.

Größe und Passform: Darauf kommt es an

Zunächst ist es beim Kauf wichtig, dass du ein Hemd in der passenden Größe wählst. Bei Hemden erfolgt die Einteilung in Doppelgrößen. Der Unterschied beispielsweise zwischen einer 41 und 42 liegt allein im Halsumfang. Das Hemd hat die gleiche Größe und den gleichen Schnitt, der Kragen ist bei einer Größe 42 aber etwas weiter. Das sind die Standardgrößen für Männerhemden in Deutschland: 37/38 (S) – 39/40 (M) – 41/42 (L) – 43/44 (XL) – 45/46 (XXL). Dein Taillenumfang bestimmt die Passform des Hemdes. Hier kommt es aber auch darauf an, wie du dein Hemd gerne trägst und in welcher Passform du dich wohl fühlst.

Hemden in Slim Fit (alternativ Body Fit) sind eng und tailliert geschnitten.
Hemden in Regular Fit (alternativ Modern Fit oder Tailored Fit) sind gerade geschnitten.
Hemden in Comfort Fit (alternativ Loose Fit) sind weit geschnitten und werden locker getragen.

Die Stoffqualität

Ein gutes Hemd erkennst du an der Stoffqualität und Verarbeitung. Die meisten Hemden bestehen aus Baumwolle, welches auf unterschiedliche Art und Weise verarbeitet wird. Das wichtigste ist, dass sich der Stoff gut anfühlt, weshalb du beim Kauf das Hemd immer aus der Hülle nehmen solltest. Deine Entscheidung hängt jedoch von deinem Budget und deinen Wunschvorstellungen ab. Unten aufgelistet sind die bekanntesten Stoffe und Webarten, die du kennen solltest:

  • Popeline (Baumwolle) ist ein hochwertiger Hemdenstoff mit leichtem Rippeneffekt. Die Hemden sind sehr strapazierfähig und angenehm zu tragen.
  • Batist (Baumwolle) hat eine feine Webung, wodurch dein Hemd leicht und luftig wird. Der Stoff ist optimal für warme Sommertage geeignet.
  • Flanell (Baumwolle) hat eine weiche, aufgeraute Oberfläche und verleiht dem Hemd dadurch eine kernige Optik. Perfekt für wärmende Freizeithemden mit Karo-Muster.
  • Oxford (Baumwolle) ist weich und dank kräftiger Garne sehr robust und strapazierfähig. Am besten eignet sich Oxfordstoff für sportliche Button-Down-Hemden.
  • Twill (Baumwolle) ist ein robuster Webstoff mit schräglaufender Struktur. Twill wird vor allem für Freizeithemden an kühleren Tagen verwendet.
  • Leinen ist eine Naturfaser, die sehr atmungsaktiv, nahezu fusselfrei und bakterienabweisend ist. Leinenhemden wirken kühl auf der Haut und gelten als ideale Begleiter für den Sommer.
  • Seide ist sehr pflegeintensiv, dafür aber auch angenehm zu tragen. Der feine Stoff wirkt im Sommer kühlend und im Winter wärmend. Seidenhemden sind daher exklusiv und entsprechend teuer.
  • Wolle spielt vor allem im Casual Bereich eine Rolle. Die Qualität des hängt von der verarbeiteten Wollart ab. Häufig wird Wolle mit synthetischen Fasern gemischt, um die Trageeigenschaften und die Strapazierfähigkeit zu verbessern.

So sitzt das Hemd perfekt - die ultimative Checkliste beim Kauf

  • Das Hemd darf über der Brust nicht spannen, aber auch nicht zu locker sitzen. Auch beim Sitzen soll das Hemd bequem sein und gut passen.
  • Beim komplett geschlossenen Kragen sollten zwei Finger zwischen Hals und Hemd passen.
  • Die Armlochnähte sollten am Übergang von Schulter zu Arm sitzen. Ausnahmen gelten beim überschnittenen Schultern oder Oversized-Hemden.
  • Bei Hemden, die über die Hose getragen werden, orientiert die Länge sich an der unteren Gürtelkante.
  • Hemden, die in die Hose gesteckt werden, sollte beim Sitzen auch in der Hose bleiben, sonst sind sie zu kurz.
  • Die richtige Ärmellänge liegt zwischen dem Daumenende und Handgelenk. Die Ärmellänge des Hemdes sollte länger als der Sakkoärmel sein, aber nicht mehr als 1,5 cm.
  • Die Manschetten sollen so weit sein, dass deine Armbanduhr darunter Spielraum hat und nicht spannt. Sie wollten aber auf keinen Fall über deine Hände rutschen.

Das wichtigste Hemddetail: der Kragen

Egal ob leger oder schick: Nichts prägt den Stil eines Hemdes so maßgeblich wie sein Kragen. Das sind die wichtigsten Hemdkragenformen für Männer.

  • Kent-Kragen – Er ist klassisch, modisch und elegant zugleich. Der Kent-Kragen passt zu jeder Gelegenheit und kann sowohl mit Krawatte als auch mit Fliege kombiniert werden.
  • Button-Down-Kragen – Er ist die lässige Variante und sorgt für einen sportlicher Look. Die Nicht-Krawattenträger unter euch lassen den obersten Knopf offen. Das Besonderen an dieser Variante sind die kleinen sichtbaren Knöpfe an den Spitzen, die den Kragen in Form halten. Als Alternative dazu sind die Knöpfe beim Under-Button-Down-Kragen nicht sichtbar unter dem Kragen versteckt.
  • Haifischkragen – Er ist universell und mit erlesener Eleganz. Ein Hemd mit diesem Kragen eignet sich am besten für einen seriösen Bürojob. In Form einer Haifischflosse liegen die Kragenspitzen weit auseinander, weshalb man dieses Hemd eher mit größeren Krawattenknoten trägt.
  • Reverskragen – Ein lässiger flacher Kragen, der im Sommer 2020 wieder absolut in Mode ist. Der obere Bereich des Hemdes wird nach außen geschlagen und bildet zusammen mit dem Kragen das sogenannte Fasson. Wegen des offenen Ausschnitts wird das Hemd ohne Krawatte oder Fliege im Casualbereich getragen. Bekannt vorkommen dürfte dir dieses kurzarmige Bowlinghemd von Charlie Sheen aus Two and a Half Men.
  • Stehkragen – Es handelt sich hierbei um einen klassischen schmalen Kragen ohne Umschlag, Der aufgestellte Kragen ist absolut im Trend. Geschlossen wirkt er sehr uniformell, offen kann es lässig mit Jeans getragen werden.
  • Kläppchen-Kragen – Eine sehr elegante Variante für ganz besondere Anlässe. Hemden mit diesem Kragen werden fast ausschließlich mit Fliege getragen. Zum Smoking, Frack oder auch zum eleganten Anzug formvollendet er den Auftritt.
  • Tab-Kragen – Er ist die elegantere Variante zum Kent-Kragen. Durch eine Verbindung der beiden Kragenspitzen mit einem Steg sitzt der Kragen exakt. Dieser Kragen wird mit einer schmalen Krawatte getragen. Der Knoten sitzt hier besonders hoch und kommt daher gut zur Geltung.
  • Picadilly-Kragen – Er ist verwandt mit dem Tab-Kragen und für ganz besondere und elegante Anlässe geeignet. Für diesen Kragen benötigt man eine Kragennadel, die durch zwei Löcher in den Kragenspitzen geführt wird. Auch hier kommt der Krawattenknoten besonders zur Geltung und sollte daher sauber gebunden sein. Wer sich gerne in Szene setzt oder mal etwas außergewöhnliches tragen möchte, sollte diese Kragenform wählen.
Kent-Kragen
Reverskragen

Das Auge liegt auf dem Detail: Manschetten und Knopfleisten

Manschetten werden die Abschlüsse des Ärmels bei Hemden genannt. Der Grundgedanke der Manschetten bestand ursprünglich darin, den Sakkoärmel zu schützen, weshalb sie auch heute noch darunter hervorschauen.

Die sogenannte Sportmanschette wird geknöpft und ist weniger formell. Die Anzahl der Knöpfe und der Schlitzverlauf am Ärmel können hier variieren. Bei zwei Knöpfen kann zusätzlich die Weite des Ärmels nochmals angepasst werden.
Die elegantere Version ist die Umschlagmanschette, die am Handgelenk umgeschlagen und mit separaten Manschettenknöpfen oder Manschettenknoten geschlossen wird. Auch hier kann sich der Schlitzverlauf unterscheiden. Sie sind ein absolutes Muss beim Dresscode „Black Tie“.

Die Knöpfung wurde beim Hemd erst recht spät hinzugefügt. Hemden für Herren haben immer eine links über rechts Knöpfung, während Damenblusen rechts über links geknöpft werden. Woher diese Tradition ihren Ursprung hat, ist nicht ganz klar. Klar ist jedoch, das heute drei verschiedene Varianten für Hemden typisch sind.

Die umgeschlagene Knopfleiste ist sehr dezent im Aussehen und vielseitig kombinierbar. Die Knöpfe sind dabei sichtbar befestigt.
Die aufgesetzte Knopfleiste bietet besondere Stabilität für die Knopflöcher und sorgt so für eine längere Haltbarkeit.
Die Knöpfe sind bei der verdeckten Knopfleiste nicht sichtbar. Das Hemd wirkt besonders elegant und passt zu festlichen Anlässen.

Das Auge liegt auf dem Detail: Manschetten und Knopfleisten

Ein Hemd muss wie jedes andere Kleidungsstück gut gepflegt werden. Um die Qualität und die Form des Hemdes möglichst lange zu erhalten, solltest du beim Waschen, Bügeln und Aufbewahren verschiedene Punkte beachten. 

 

Waschen: Du kannst deine Hemden in der Waschmaschine bei 30 – 40 Grad waschen. Falls du hartnäckige Fettflecken, einen gelben Hemdkragen oder Schweißflecken hast, kannst du ohne Bedenken auf Gallseife und andere Hausmittel zurückgreifen. Sortiere deine Hemden nach Farbe und gebe beim Waschen keine schweren Stoffe, wie Jeans, dazu. Ansonsten solltest du je nach Qualität und Stoff immer das Etikett im Hemd mit den Pflegehinweisen beachten. Schleudern strapaziert die Hemden und sollte auf wenige Umdrehungen reduziert werden.

 

Trocknen: Trockne dein Hemd am besten hängend auf einem Bügel. Vorher solltest du hierbei alle Knöpfe schließen und das Hemd glattstreichen, damit alle Nähte richtig liegen und du später weniger Knicke hast.

 

Bügeln und Aufbewahren: Das Hemd muss beim Bügeln feucht sein. Für die richtige Temperatur kommt es wieder auf die Qualität des Stoffes und die Infos im eingenähten Etikett an. Zuerst kommt der Kragen an die Reihe, bevor die Ärmel und Manschetten straffgezogen und gebügelt werden. Danach ziehst du das Hemd über das Bügelbrett und glättest Vorder- und Rückseite. Dabei bitte nicht über die Knöpfe bügeln. Brusttaschen werden immer von den Nähten nach innen gebügelt. Nachdem dein Hemd auf einem Kleiderbügel ausgedampft ist, solltest du es hängend im Kleiderschrank aufbewahren.

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