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Nachhaltige Mode

Mrz 10, 2020 Stories

Nachhaltige Mode

Unternehmen sowie Verbraucher machen sich in Zeiten der Klimaerwärmung immer mehr Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit. Das Bewusstsein für Plastikmüll, Massentierhaltung und den ökologischen Fußabdruck steigt. Und auch in der Mode wird das Thema immer relevanter.

Status Quo 2020: Fast Fashion und Plastik

Fast Fashion ist eine Unternehmensstrategie, deren Ziel es ist, in hoher Frequenz neue Mode in die Geschäfte zu bringen. Anstatt der klassischen zwei Kollektionen (eine Frühjahr/Sommer- und eine Herbst/Winterkollektion) erscheinen vor allem bei Billiglabels mittlerweile 12 Kollektionen im Jahr. Dadurch möchten man Medien auf sich aufmerksam machen und die vor allem jungen Konsumenten häufiger in die Läden ziehen. Wenn solche Kleidungsstücke nach dreimaligem Tragen gleich wieder entsorgt werden, erzeugt das nicht nur Tonnen von Müll, sondern führt auch zu einem stetigen Kreislauf der Überproduktion. Zudem bestehen die Kleidungsstücke meistens aus billigem Plastik. Wenn die Kleidung in der Waschmaschine gewaschen wird, gehen winzige Plastikpartikel in das Abwasser ab. Vom Abwasser gelangen diese in Kläranlagen und auch dort können die winzigen Kunststoffteilchen kaum herausgefiltert werden. Ihre Reise geht weiter in offene Gewässer und letztendlich ins Meer, wo sie den Lebensraum vieler Tiere bedrohen. Es entsteht ein Teufelskreis aus Plastik. Die Umwelt wird dadurch langfristig verschmutzt und der Klimawandel nimmt seinen Lauf.

Was ist nachhaltige Mode?

Um das Bewusstsein für den Klimaschutz zu stärken und für Nachhaltigkeit im eigenen Kleiderschrank zu sorgen, achten immer mehr Menschen beim Kauf von Kleidung auf nachhaltige Mode. Diese wird auch Fair Fashion, Eco Fashion, Sustainable Fashion, grüne Mode oder Öko-Mode genannt und bezeichnet Bekleidung, die aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt und bei deren Herstellung soziale Aspekte berücksichtigt werden. Im Detail bedeutet das, dass die Materialien aus biologischem Anbau bzw. Tierhaltung stammen und in der Verarbeitung keine giftigen Chemikalien verwendet werden. Außerdem werden bei der Produktion möglichst wenig Ressourcen (z.B. Energie und Wasser) verbraucht. Auch die Sicherstellung von fairen Arbeitsbedingungen (z.B. angemessene Arbeitszeiten, faire Löhne, Arbeitsschutz, keine Kinderarbeit, soziale Absicherungen) finden bei nachhaltiger Mode Beachtung.

Wie erkenne ich nachhaltige Mode beim Kauf?

Bei der Herstellung von Kleidung geht es vor allem um Transparenz: Welche Materialien werden verarbeitet? Welchen Effekt hat das auf die Umwelt? Wo wird produziert? Und unter welchen Bedingungen? Wer Kleidung verantwortungsbewusst einkaufen möchte, achtet genau darauf. Um diese Kleidung besser zu erkennen, gibt es eine Reihe seriöser Siegel und Zertifikate, die für Nachhaltigkeit stehen. Eine ausführliche Beschreibung aller nachhaltigen Siegel in der Textilbranche findest du hier.  

IVN Best

Das Siegel des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft (IVN) ist das ökologisch strengste Siegel am Markt. Es reguliert die gesamte textile Kette für Naturfasern vom biologischen Anbau bis zum Endprodukt. Synthetikfasern sind ausgeschlossen, weil sie viel Energie und nicht erneuerbare Rohstoffe verbrauchen. Die große Menge unserer Mischfaserkleidung, vor allem mit Polyester-Anteilen, ist damit bei IVN Best nicht zertifizierbar.

Global Organic Textile Standard (GOTS)

Der umfassende Global Organic Textile Standard (GOTS) setzt mindestens 70 % Naturfasern aus kontrolliert biologischem Ursprung voraus. Es dürfen bis zu 30 % Recyclingfasern beigemischt werden, etwa recycelte Polyester. GOTS regelt und zertifiziert die gesamte textile Wertschöpfungskette vom Anbau bis zum fertigen Produkt, auch nach den sozialen Kriterien der International Labour Organisation (ILO). Dazu gehört keine Kinder- oder Zwangsarbeit, Arbeitsschutz und Mindestlöhne in der Verarbeitung.

Global Recycled Standard (GRS)

Mit dem Global Recycled Standard (GRS) kann der genaue Anteil an Recyclingmaterial in einem Endprodukt erfasst und rückverfolgt werden. Das Siegel darf verwendet werden, wenn ein Produkt mindestens 20 Prozent recycelte Materialien enthält. Außerdem reguliert der GRS die chemischen Zusatzstoffe, stellt Anforderungen an das Umweltmanagement und die soziale Verantwortung der Unternehmen. Im sogenannten „Content Claim Standard“ wird für den GRS unter anderem die Rückverfolgbarkeit der Waren und die Transparenz der Lieferkette definiert.

Fair Wear Foundation

Die Fair Wear Foundation entwickelt mit Unternehmen eine Verbesserung der sozialen Bedingungen in allen Konfektionsbetrieben der textilen Kette in den Produktionsländern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Betrieben, in denen Textilien genäht werden. Mitgliedsunternehmen werden regelmäßig kontrolliert und müssen über Fortschritte berichten. Diejenigen, die bei der Überprüfung gut abschneiden, dürfen das FWF-Siegel auf ihren Produkten verwenden.

Made in Green

Made in Green aus der OekoTex-Familie hat sich zu einem strengen Standard für Textilproduktion und Endprodukt entwickelt. Die Fabriken müssen nach dem Programm „Sustainable Textile Production“ (STeP) Chemikalienmanagement, Umweltleistung, Umweltmanagement, Arbeitssicherheit, soziale Verantwortung sowie Qualitätsmanagement überprüfen. Die Endprodukte – egal welcher Faser – sind nach Oeko-Tex Standard 100 schadstoffgeprüft.

Der grüne Knopf

Der grüne Knopf ist ein im September 2019 eingeführtes staatliches Siegel für nachhaltige Textilien. Um mit dem Siegel ausgezeichnet zu werden, müssen Modeunternehmen 46 anspruchsvolle Sozial- und Umweltstandards erfüllen. Diese besagen, dass sie soziale und ökologische Grundstandards einhalten. Darunter fallen zum Beispiel die Einhaltung der Mindestlöhne, keine Kinder- und Zwangsarbeit oder keine Verwendung gefährlicher Chemikalien.

Wie verwerte ich alte Kleidungsstücke nachhaltig?

Wenn die Kleidungsstücke ausgedient haben, gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, die auf Nachhaltigkeit setzen. Die Kleidung muss nicht im Müll landen, sondern kann durch Recycling von Unternehmen für neue Produkte verwendet werden. Durch die Weitergabe an Second-Hand-Läden, den Verkauf auf dem Flohmarkt oder DIY-Upcycling finden die noch gut erhaltenen Kleidungsstücke wieder einen neuen Besitzer.

Next Generation against Climate Change

Auch bei Businesswear rückt das Thema Nachhaltigkeit immer weiter in den Fokus der Unternehmen. CG – CLUB of GENTS hat es sich zum Auftrag gemacht, einen wertvollen Beitrag zum Schutz des Planeten für zukünftigen Generationen zu leisten. Der ab Frühjahr 2020 erhältliche Klimaanzug besteht aus 80% recycelten Polyester und hat mit dem blauen Oberstoff und dem grünen Innenfutter eine klare Botschaft: Next Generation against Climate Change. Damit unterstützt auch du den Kampf gegen den Klimawandel und machst deinen Kleiderschrank ein Stück nachhaltiger.

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