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Wolle – tierisch nachhaltig

Feb 10, 2020 Stories

Wolle – tierisch nachhaltig

Wolle ist eine tierische Naturfaser und dadurch ein natürlich wachsender Rohstoff. Das meist von Schafen gewonnene Haar wird für Textilien verwendet und ist bis heute trotz Kunstfasern und Baumwolle von hoher Bedeutung. In diesem Beitrag erfährst du alles über die Gewinnung, Besonderheiten und Verwendung von Wolle.

Was ist Wolle und worin liegen die Unterschiede?

Als Wolle werden die weichen Haare des Fells bezeichnet, die meist von Schafen gewonnen werden. Einmal pro Jahr werden diese geschoren. Das geschieht meist im Sommer, wenn die warme Wolle bei hohen Temperaturen zur Last für die Tiere werden kann. Wichtig ist es, bei der Wolle zwischen verschiedenen Qualitätsstufen zu unterscheiden. Reine Schurwolle ist von einem gesunden, lebenden Schaf – also keine recycelte Wolle. (Reiß-)Wolle dagegen ist weniger hochwertig als reine Schurwolle und wird aus Halb- und Fertigprodukten durch Reißen gewonnen. Daneben gibt es noch Sterblingswolle, die von verendeten Schafen stammt, und Lammwolle. Dies ist die erste Schur es sechs Monate alten Schafs. Die Wolle ist kurz, locker, besonders fein und sehr weich. Wolle liefern aber auch andere Tiere, wie Ziegen, Kamelen oder Kaninchen. Bekannt ist beispielsweise Kaschmirwolle, die von Kaschmirziegen stammt und gerne für die Produktion von hochwertigen Pullovern verwendet wird. Einen besonders hohen Marktwert hat zudem die Wolle von Alpakas, da diese nur alle zwei Jahre geschoren werden.

Wie erkenne ich echte und hochwertige Wolle?

Das Wollsiegel (Pure New Wool) ist die weltweit bekannteste Marke für hochwertige Textilfasern und steht für eine langfristige Verpflichtung zwischen Wollerzeugern, Spinnereien, Marken und Verbrauchern. Dieses Gütezeichen wird von der australischen Woolmark Company für Produkte vergeben, die folgende Kriterien erfüllen: Verwendung von reiner Schurwolle, Restfettgehalt von 1 Prozent, Festgelegte Mindestwerte für die Reißfestigkeit und Farbechtheit. 

 Soll das Zeichen den Zusatz „waschmaschinenfest“ oder „superwash“ enthalten, muss als Ergänzung zu den genannten Kriterien Filzfreiheit garantiert sein. Handelt es sich um eine Fasermischung, zeigt das Combi-Wollsigel (Wool Rich Blend) die genauen Prozentangaben der verwendeten Rohstoffe. Es ist ein Gütezeichen für Textilien mit mindestens 50 % Schurwolleanteil und maximal 50 % nichtwollene Fasern. Das Wollgemisch-Siegel (Wool Blend Performance) bedeutet hingegen einen Anteil der Wollwaren zu mindestens 30 Prozent aus Schurwolle mit einer Toleranz von 3 %. Was du aber beachten solltest, ist dass die Begriffe „Reine Wolle“ oder „100“ Wolle“ keine Qualitätsbezeichnungen sind. Diese können recyceltes Material sowie Wolle von toten oder kranken Schafen enthalten.

Warum ist Wolle bis heute so beliebt?

Wolle ist ein einzigartiger, nachwachsender und biologisch abbaubarer Rohstoff. Im Gegensatz zu Kunstfasern wie Polyester gibt Wolle beim Waschen keine winzigen Plastikpartikel ins Meer ab. Wolle ist somit biologisch abbaubar und umweltfreundlich. Zudem hat Wolle thermoregulatorische Eigenschaften, wodurch der Wärmehaushalt des Menschen deutlich besser als bei synthetischer Kleidung reguliert wird. Die Fasern sind atmungsaktiv und binden unangenehme Gerüche, weshalb sie sich auch optimal für Sportbekleidung eignen. Durch das Wollwachs Lanolin ist die Wolle wasser- und schmutzabweisend. Bei den Schafen bewirkt Lanolin, dass sie auch bei regnerischem Wetter nicht durchnässen. Zu guter Letzt ist Wolle sehr elastisch, weshalb Textilien aus Wolle kaum knittern.

Vom Schaf zum Kleidungsstück

Nach der Schur wird die Wolle nach Farbe und Qualität sortiert. Danach werden Verschmutzungen und das Lanolin herausgewaschen, wodurch die frisch geschorene Wolle mindestens die Hälfte an Gewicht verliert. In dem gereinigten Vlies sind alle Fasern noch wild verteilt. Bevor das Material weiterverwendet werden kann, muss es aufgelockert und gekämmt und bei Bedarf eingefärbt werden. Nun wird es zu Garn versponnen, welches zu Stoffen gewebt oder zum Stricken verwendet wird.

Wolle in der Herrenmode

Die Stoffe werden später in der Industrie für die Verarbeitung von Kleidung verwendet. Auch CG – CLUB of GENTS nutzt die Naturfaser für verschiedene Produkte, wie Anzüge, Mäntel, Hosen oder Pullover. Als Herkunftsland für Wolle kann hier als Schwerpunkt Australien genannt werden. Einen Anteil der Wolle importieren die Webereien von CG – CLUB of GENTS auch aus Neuseeland oder Tasmanien.

So pflegst du deine Textilien aus Wolle

Wollprodukte haben eine super Qualität und eine lange Lebenszeit. Damit du Verfilzungen vermeidest und die Fasern nicht zerstörst, solltest du folgende Tipps bei der Pflege beachten:

  • Flecken abtupfen und Knoten mit einem Wollrasierer oder -kamm entfernen
  • Mottenschutz in den Schrank hängen
  • Wollkleidung öfter lüften, statt waschen
  • Wolle im Wollwaschgang oder im Gang für Handwäsche waschen
  • Wollwaschmittel oder Feinwaschmittel verwenden
  • nie im Trockner trocknen, sondern in Handtuch einrollen und leicht ausdrücken
  • liegend trocknen (nicht in der Sonne, sondern an einem luftigen, schattigen Platz)
  • Bügeln ist in der Regel nicht notwendig
2 Gedanken zu “Wolle – tierisch nachhaltig”

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